DigiSeminar: Umsetzung der Anforderungen des Hinweisgeberschutzgesetzes

Am 23. Oktober 2019 haben das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union die Richtlinie (EU) 2019/1937, die sogenannte Hinweisgeberschutz- oder Whistleblower-Richtlinie, verabschiedet. Diese hat das Ziel, Personen, die innerhalb eines Unternehmens Verstöße gegen Gesetze feststellen und melden, vor Repressalien und arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu schützen. Unter Repressalien sind dabei direkte oder indirekte Nachteile in beruflichem Kontext zu verstehen, die sich auf die meldende Person nachteilig auswirken könnten.

  • OII.06.001
  • Online
  • Anmeldeschluss: 21. Februar 2023
  • 155,00€ für Mitglieder, sonst 195,00€

Für die Umsetzung in das jeweilige nationale Recht hat die EU einen Zwei-Stufen-Plan vorgesehen. Demnach hätten Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeiter*innen einen internen Meldekanal bis spätestens 17.12.2021 einrichten müssen. Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 50 und 249 haben hierfür Zeit bis spätestens 17.12.2023. Nur Unternehmen, die weniger als 50 Personen beschäftigen, sind von der Pflicht zur Einführung eines Hinweisgeberschutzsystems befreit.

Deutschland hat neben weiteren Mitgliedstaaten die EU-Richtlinie nicht fristgemäß in ein nationales Gesetz umgesetzt, sodass zunächst für Unternehmen mit 250 Mitarbeiter*innen bei nicht-Einrichtung eines internen Meldekanals zwar keine Bußgeldzahlung droht. Das Bundesjustizministerium hat aber bereits einen Referentenentwurf für ein nationales Hinweisgeberschutzgesetz erlassen, dem nun eine Abstimmung im Bundestag und Bundesrat folgt, sodass sich Unternehmen bereits jetzt mit der Frage nach einer geeigneten Lösung befassen sollten. Es ist damit zu rechnen, dass für Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern*innen die Pflicht zur Implementierung eines Hinweisgeberkanals ab dem ersten Quartal 2023 gilt.

In dem Workshop machen wir Sie mit den Grundlagen des neuen Rechts vertraut und befähigen Sie, die konkreten Anforderungen in Ihrer Organisation umzusetzen. Unter anderem folgende Inhalte werden behandelt: 

a. Aktueller Gesetzesstand

b. Persönlicher und sachlicher Anwendungsbereich der Verordnung 

c. Welche Unternehmenspflichten ergeben sich für eine Organisation?

d. Was ist ein Hinweisgeberschutzbeauftragter und welche Stellung hat dieser?

e. Vor- und Nachteile interner und externer Lösungswege

f. Verankerung eines Hinweisgeberschutz-Systems in der Organisation:

·        Arbeitsrecht

·        Betriebsverfassungsrecht

·        Datenschutzrecht

·        Verzahnung mit bestehenden Management-Systemen

·        Weitere Schnittstellen


Dozent*in

Annsar Ahmed

Annsar Ahmed

Annsar Ahmed (LL.M.) ist Diplom-Informationsjurist, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter des Bereichs Datenschutz, Risiko und Compliance der Leu Rechtsanwaltsgesellschaft mbH.

Termine

10:00 - 12:00

Veranstaltungsort

Online

Diese Veranstaltung findet online statt. Weitere Hinweise bezüglich Zugang erhalten Sie nach Anmeldung im Vorfeld des Veranstaltungsbeginns.

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Seminar
Anmeldeschluss: 21. Februar 2023
Online
ab 155,00€

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Assistenz Bildungsmanagement

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