Deeskalationsmanagement - Grundseminar in Kooperation mit ProDeMa®

Sie haben selbst Formen von Gewalt in ihrem Arbeitskontext erlebt? In ihrem Umfeld haben Sie übergriffige Verhaltensweisen wahrgenommen? In ihrer Funktion als Leitungs- oder Führungskraft verspüren Sie Unsicherheit im Umgang mit aggressiven Menschen?

Wie können solche Situationen souveräner gemeistert werden?

In allen Systemen der Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsinstitutionen ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten angespannter Situationen, abwehrender, herausfordernder, aggressiver oder befremdlicher Verhaltensweisen deutlich erhöht. Daher besteht dort eine besondere Notwendigkeit, sich mit der Entstehung von Gewalt und Aggression auseinander zu setzen. Hier gilt es, alle Möglichkeiten der Deeskalation zu nutzen, um psychische oder physische Beeinträchtigungen oder Verletzungen von Klient*innen und Mitarbeitenden zu verhindern.

Da abwehrende, herausfordernde, aggressive und befremdliche Verhaltensweisen von Klient*innen in der Regel durch eine innere Not (Lebenskrisen, Krankheit, Stress, Trauer, Angst etc.) verursacht, sowie durch strukturelle Gewalt oder andere institutionelle Gegebenheiten ausgelöst werden, haben Institutionen eine besondere Verantwortung, professionell mit dieser Thematik umzugehen.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema „Umgang mit Gewalt und Aggression“ und der bestmögliche Umgang mit abwehrenden, herausfordernden, aggressiven oder befremdlichen Verhaltensweisen von Klienten*innen, sind ein wichtiges Kriterium im Rahmen des modernen Qualitätsmanagements sowie ein unverzichtbarer Beitrag zur Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes von Institutionen.

Aufbau:

Das Grundseminar besteht aus drei Präsenztagen, in welchen praxisbezogen die Grundlagen der Deeskalationsstufen erarbeitet und Deeskalationstechniken unter Anleitung trainiert werden.

Inhalte:

Präsenztag 1:

  • Einführung: Deeskalationsstufen 1-3 (vertieft)

  • Deeskalationsstufe 4

  • Sicherheitsaspekte im Umgang mit hochgespannten Klient*innen

  • Grenzen setzen können

  • Verbale Deeskalationstechniken in der Kommunikation mit abwehrenden, herausfordernden, aggressiven Klient*innen (intensives Training mit Video-Feedback)

Präsenztag 2:

  • Fortführung Deeskalationsstufe 4

  • Deeskalationsstufe 5

  • Schonende Vermeidungs-, Abwehr-, Löse-, und Fluchttechniken

Präsenztag 3:

  • Kontaktreflexion

  • spezielle Schlüsselsituationen

  • deeskalierende Grenzsetzung

Ziel:

„Professionelles Deeskalationsmanagement“ (ProDeMa) ist ein umfassendes, praxisorientiertes, evaluiertes und nachhaltiges innerbetriebliches Präventions- und Handlungskonzept. Die Sicherheit der Mitarbeitenden vor psychischen oder physischen Verletzungen durch Übergriffe von Klient*innen und die Qualität der Beratung, Begleitung, Betreuung, Pflege bzw. Behandlung von Klient*innen mit abwehrenden, herausfordernden, aggressiven und befremdlichen Verhaltensweisen sind die beiden wichtigsten Ziele des Konzepts.

Das Situationstraining mit anschließender Videoauswertung, sowie einem Nachtraining von Schlüsselsituationen steigern nachhaltig die Verhaltenskompetenz im Umgang mit abwehrendem, herausforderndem, aggressivem und befremdlichem Verhalten von Klient*innen. Der Schwerpunkt der Fortbildung ist Praxisbezug (Beispiele der Teilnehmenden) und Training unter Anleitung der Dozent*innen.

Methodik:

Power-Point-Präsentation, Theorie-Input Gruppenarbeiten, Diskussion, Teilnehmerzentrierte Interaktion Trainingsvideos

Zielgruppe:

Mitarbeiter*innen und Führungskräfte aus allen Bereichen und Berufsgruppen im Sozial- und Gesundheitswesen.

Kooperationspartner

Diese Veranstaltung wird durchgeführt in Kooperation mit:

ProDeMa

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Julia Böttcher

Julia Böttcher

Bildungsmanagement, Betriebliches Gesundheitsmanagement

boettcher@akademiesued.org Telefon: 0711 286976-25

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